Zu unserem Vereinsabend (freitags 18-20 Uhr Jugend und ab 20.00 Uhr für alle) in der Stadthalle Oberursel ist jeder herzlich willkommen!

 

Die Oberurseler Mannshaft (v.l.n.r. Borui, Kanad, Fabian, Julius, David, Noah, Alwin )

Deutsche Schulschachmeisterschaft 2026 – WK II des Gymnasium Oberursel

von Kanad Joshi, 13.06.2026 - 11:54

Vom 17. bis 20. Mai 2026 fand im Sauerland-Stern-Hotel in Willingen die Deutsche Schulschachmeisterschaft der Wettkampfklasse II (U18) statt. 24 Schulmannschaften aus ganz Deutschland hatten sich über ihre jeweiligen Landesfinale qualifiziert und kämpften an sechs Brettern in sieben Runden Schweizer System um den Titel des Deutschen Schulschachmeisters. Das Gymnasium Oberursel trat als Vertreter des Landesverbandes Hessen an und ging mit einem DWZ-Schnitt von 1882 als Nummer 4 der Setzliste in das hochkarätig besetzte Turnier – nur drei Teams waren auf dem Papier stärker eingeschätzt.

Den Auftakt machte das Gymnasium Oberursel mit einem 3½:2½-Sieg gegen das Cecilien-Gymnasium Düsseldorf, ehe in Runde 2 ein deutliches 5:1 gegen das Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt folgte. Damit marschierte die Mannschaft direkt in die Spitzengruppe – und prompt an Tisch 1. Dort warteten in Runde 3 mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg die Setzlisten-Ersten und stärkste Mannschaft des gesamten Turniers (DWZ-Schnitt 1911). Trotz eines hart umkämpften Mannschaftskampfes musste sich das Gymnasium Oberursel 2½:3½ geschlagen geben. Auch in Runde 4 traf die Mannschaft mit dem späteren Vizemeister, dem Sächsischen Landesgymnasium Sankt Afra in Meißen, sofort auf den nächsten Top-Gegner und verlor 2:4. Die Auslosung hatte es nicht gut mit dem Team gemeint.

Doch die Mannschaft zeigte beeindruckende Moral: In den letzten drei Runden gelangen drei klare Siege in Folge. Auf das 4½:1½ gegen das Gymnasium Schillerschule Hannover folgten ein 3½:2½ gegen das Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner und in der Schlussrunde ein überzeugendes 4:2 gegen das bayerische Emil-von-Behring-Gymnasium. Am Ende standen 10 Mannschafts- und 25 Brettpunkte zu Buche, was den hervorragenden 4. Platz unter 24 Mannschaften bedeutete – punktgleich mit dem drittplatzierten Magdeburg, lediglich durch die Buchholz-Wertung am Treppchen vorbeigeschrammt. Deutscher Meister wurde mit makellosen 14 von 14 möglichen Mannschaftspunkten das Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd.

Getragen wurde der Erfolg von starken Einzelleistungen quer durch die Mannschaft. Borui Fang an Brett 1, Noah Weyerer an Brett 2 und David Gilles an Brett 3 hielten gegen die durchweg stark besetzten Spitzenbretter der Gegner dagegen. Besonders herausragend waren jedoch drei Bilanzen: Alwin Mohr gewann an Brett 4 alle seine vier Partien, Kanad Joshi holte an Brett 5 starke 5½ aus 7 Punkten, Fabian Bär hatte 3 Punkten an Brett 6 und Julius Russ konnte als Ersatzspieler alle fünf Partien für sich entscheiden.

 

Thomas Falk gegen IM Sergej Salov : 1/2 : 1:2

Zweimal Top Ten für Oberurseler Senioren

von Thomas Falk, 10.06.2026 - 23:51

Ende Mai/Anfang Juni fanden wieder die ChessClassics in Bad Neuenahr statt.

Die Nestorengruppe wurde vom Lokalmatador FM Gottfried Schumacher dominiert. Die beiden Oberurseler, FM Georg Haubt und Thomas Falk, verpassten die Preisränge knapp. Die ersten 10:

Rang Teilnehmer Titel TWZ Verein/Ort Pkt BuH BuSu
1 Schumacher,Gottfried FM 2108 Bad Neuenahr 8.0 49.0 421.5
2 Jacob,Helmut,Dr.   2030 SK Ochtrup 61 e. V. 6.5 50.5 419.5
3 White,Alastair F.   2007 Edinburgh Chess Club 6.0 51.0 417.5
4 Krüger,Erich   2054 SF Essen-Katernberg 04/32 e.V. 6.0 50.5 416.0
5 Vasiljev,Jurij   2006 SF Moers e. V. 6.0 50.5 357.0
6 Falk,Thomas   2002 SV Oberursel 6.0 49.0 413.5
7 Lorenz,Kurt   2003 SV Marbach 6.0 43.5 392.5
8 Taube,Hubertus   2033 1.SK Neuperlach e.V. 5.5 47.5 414.5
9 Haubt,Georg FM 2064 SV Oberursel 5.5 46.0 384.5
10 Bieberle,Gerhart   1947 Eschweiler SC 1921 e. V. 5.5 44.0 371.0

Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.

 

Eric Ju zum ersten Mal im A-Turnier

Doppelerfolgfür den SVO beim RMO!

von Frederik Fischer, 8.06.2026 - 11:20

Vom 3. bis zum 7.Juni fand wie jedes Jahr das Rhein-Main-Open in Bad Homburg statt. Wie immer spielten einige Oberurseler mit bei diesem wirklich gut organisierten und gut durchgeführten Turnier unserer Schachfreunde vom SK Bad Homburg mit. Das A-Turnier gewann FM Adam Baranyai-Molnar vor IM Jonathan Carlstedt (beide 6/7). 

Und die tollste Botschaft des Turniers gab es im B-Open: 

Stefan Calvi vom SVO konnte sich nämlich mit 6,5 / 7 durchsetzen und einer 2250er DWZ-Performance. Wir gratulieren ganz herzlich!

Und auch die Team-Wertung ging deutlich an den SVO und damit die Wertung, in der sich der SK Bad Homburg und der SV Oberursel gerne mal vergleichen. Also gleich ein Doppelerfolg!

Auch erwähnenswert war das Turnier von Ayush, der sich über 170 neue DWZ-Punkte freuen darf. 

Am Ende darf der SVO mit 20 Teilnehmern auf ein durchaus schönes und erfolgreiches Wochenende zurückblicken und zeigt in seiner ganzen Breite, dass er bereit für die nächste Saison ist.

Alle Ergebnisse zum Nachlesen: https://rhein-main-open.de/ 

 

 

Vincent Bernig gewinnt das Pokalturnier

von Andreas Bernig, 24.05.2026 - 15:23

Wie schon im Vorjahr lautete das Finale im Pokalturnier Vincent Bernig gegen Hans-Henning Kopp. In einer taktisch geprägten Partie konnte Vincent zuerst den Mattangriff seines Gegners abwehren und dann selbst unabwendbare Drohungen aufstellen, die letztlich zum Sieg führten. 

 

Saison 2023/24: Der erste Aufstieg in die BL

Saison 2025/2026: Der dritte Aufstieg in Folge in die Landesklasse

3 Jahre Schachekstase

von Roman Hensel, 23.05.2026 - 17:12

 Die Geschichte der 5. Mannschaft begann im Sommer 2023 als noch ein Mannschaftsführer gesucht wurde. Ich hatte bis dahin noch keine Ligaerfahrung und plante eigentlich, in der 6. Mannschaft zu spielen. Trotzdem wollte ich helfen und meldete mich freiwillig. Zu meiner Überraschung sollte ich anschließend auch direkt eine Mannschaft zusammenstellen. Halb im Spaß fragte ich, ob ich all meine Freunde aus der Jugendrangliste ins Team holen dürfe. Als das bejaht wurde, wollte ich das entgegengebrachte Vertrauen des Vereins auf keinen Fall enttäuschen.

Gemeinsam mit Frederik Fischer entschied ich mich dafür, die Jugendlichen Borui Fang, Hlib Nikonenko, Kanad Joshi, Elea Weyerer sowie Ersatzspieler Fabian Bär ins Team zu holen.

Nach DWZ gingen wir als Letztgesetzter in die Bezirksklasse 2023/24 – allerdings mit dem jugendlichen Selbstbewusstsein, jeden schlagen zu können. Dass die Wertungszahl nicht alles ist, zeigte sich bereits am zweiten Spieltag: Gegen die nominell deutlich stärkere Mannschaft Gießen 3 gelang uns ein überraschend klares 6:0.

In der darauffolgenden Runde wartete mit Frankfurt Nord 3 das vermeintlich stärkste Team der Liga. Hier war es Hlib, der in einer sechsstündigen Nervenschlacht eine Verluststellung noch drehte und damit das 3:3 sicherte.

Im Laufe der Saison kristallisierte sich schließlich Hungen 1 als größter Konkurrent im Kampf um die Meisterschaft heraus. Ausgerechnet gegen sie durften wir am letzten Spieltag in Oberursel antreten. Am Ende stand ein überraschend deutliches 4,5:1,5, welches uns den Titel sicherte. Dass wir am letzten Spieltag gegen einen direkten Konkurrenten um die Meisterschaft spielen sollten, wurde ebenso zur Tradition wie die anschließende Feier bei Burger King.

Mit dem Aufstieg in die Bezirksliga mussten nun acht Bretter besetzt werden. Dadurch rückte Fabian fest in die Mannschaft, zusätzlich kam mit Jonas Liu ein weiteres großes Talent hinzu.

Bereits an den ersten beiden Spieltagen unterstrichen wir unsere erneute AufstiegsAmbition mit einem 7:1 gegen Bad Nauheim 3 und einem 5,5:2,5 gegen Mitaufsteiger Hungen 1. Am letzten Spieltag wartete schließlich mit SF Frankfurt 1 das nominell stärkste Team der Liga. Roman, Frederik und Fabian holten die entscheidenden Punkte, um die Saison mit perfekten 18:0 Mannschaftspunkten abzuschließen.

In der höchsten Spielklasse des Bezirks stand unsere bislang schwierigste Aufgabe bevor. Verstärkung kam diesmal durch Eric Zirui Ju, der kurz zuvor Vize-Deutscher Meister U8 geworden war.

Gleich am ersten Spieltag trafen wir auf unsere Vereinskameraden von Oberursel 4. Nach hartem Kampf konnten wir den Mannschaftskampf mit 6:2 für uns entscheiden. Unsere Serie von 18 Mannschaftssiegen in Folge endete allerdings am siebten Spieltag mit einem 4:4 gegen Griesheim. Die Remis von Borui und Kanad gegen starke Gegner verhinderten dabei eine Niederlage.

Nach zwei weiteren Pflichtsiegen kam es am letzten Spieltag zum großen Finale dieser dreijährigen Geschichte. Im direkten Duell gegen FTV 2 ging es um die Meisterschaft, parallel lief das Fernduell mit Gießen 2. Noch war alles offen. Die stark aufgestellten Frankfurter bereiteten uns enorme Schwierigkeiten. Nach vier Stunden stand es 2,5:2,5, während die drei verbleibenden Partien wenig Hoffnung machten. Das Desaster schien greifbar. Dann war es der erst elfjährige Jonas Liu, der mit drei Bauern weniger seinen über 2000 DWZ starken Gegner überlistete und einen unaufhaltbaren Freibauern kreierte. Wenige Minuten später erreichte uns die Nachricht, dass auch Gießen nicht genügend Brettpunkte erzielt hatte. Der Euphorie waren keine Grenzen mehr gesetzt. Zwar mussten wir uns in unserem 27. Mannschaftskampf erstmals mit 3,5:4,5 geschlagen geben, doch selbst diese knappe Niederlage reichte für eine unglaubliche Meisterschaft mit gerade einmal 0,5 Brettpunkten Vorsprung. Ich hätte mir kein besseres Team vorstellen können, um all das zu erreichen.

Gleichzeitig war unser Erfolg nur dank der Unterstützung vieler anderer möglich. Deshalb möchte ich mich ausdrücklich beim Verein und bei den anderen Mannschaftsführern bedanken. Besonders Caterina, die Mannschaftsführerin der 6. Mannschaft, stellte uns immer wieder selbstlos Ersatzspielerinnen und Ersatzspieler zur Verfügung. Am Ende der drei Jahre stehen drei Meisterschaften sowie eine Bilanz von 23 Siegen, 3 Unentschieden und nur 1 Niederlage. Individuell ragt besonders Borui heraus, der in 25 Mannschaftskämpfen keine einzige Partie verlor und mit 22/25 Punkten zu einem Grundpfeiler unseres Erfolgs wurde. Neuzugang Jonas Liu steuerte ebenfalls beeindruckende 17/19 Punkten bei. Mit dem Aufstieg auf die Hessenebene steht der nun 4. Mannschaft wohl der bisher größte Umbruch bevor. Doch eines ist klar:

Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende geschrieben.

 

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